Unser Ziel

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Verzerrte Berichterstattung in der Herner WAZ
Zu einer „entbrannten“ Diskussion ist kürzlich die Gänse-Thematik von der Herner WAZ erklärt worden. Nur fehlen in der dort veröffentlichten Diskussion (Stand 5.5.2022) seit Wochen unsere Argumente und neue Entwicklungen: Mails landen bei der Herner WAZ im Mülleimer – selbst eine aktuelle Pressemeldung über eine Verletzung der Informationsfreiheit durch die Stadtverwaltung bleibt unveröffentlicht.
Warum?
Wir haben dem Redaktionsleiter einen Offenen Brief geschrieben, ihn auf die Verzerrung der Berichterstattung  hingewiesen und ihn erinnert, dass Informationsfreiheit die Grundlage für Pressefreiheit ist. Zu unserer Pressemitteilung…

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Kiloweise Blei und Arsen in Böden und Gewässern – die giftige Hinterlassenschaften der Jagd im öffentlichen Raum

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NRW Landtagswahl 2022 und Ökologisches Jagdrecht

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In Herne führt eine CDU-Frau einen Schlag gegen bürgerschaftliches Engagement. Mit offensichtlich haltlosen Behauptungen wird versucht, Stimmung zu machen. Lesen Sie hier über eine bizarre Inszenierung.

Unser Ziel
Wir engagieren uns für Familien mit Kindern, für Senioren und für die vielen anderen Menschen die Grünanlagen gerne mit Tieren erleben wollen – Menschen, die manches Tier kennen und sich freuen, diese Tiere wiederzusehen!
Die Bürgerinitiative Wasservögel hat das Leitbild, dass Menschen und Tiere selbstverständlich nebeneinander Platz in den öffentlichen Grünanlagen haben.
So setzen wir uns nicht nur für den Erhalt der Artenvielfalt  und einen ökologischen Umgang mit der Umwelt vor unserer Haustür ein, sondern auch für die Sicherheit der Menschen: Nach uns vorliegenden Informationen darf in den Herner Grünanlagen während der Jagdzeiten ohne Vorankündigung auf Enten, Krähen, Elstern, Gänse und Teichhühner geschossen werden, selbst für „jagdrechtlich befriedete Bezirke“, also dort, wo Menschen Sicherheit und Ruhe haben und vor der Jagd geschützt werden sollten, werden von der Verwaltung dauerhaft „Ausnahmegenehmigungen“ erteilt. Das bedeutet: dort werden Tauben und Kaninchen getötet, und zwar wird flächendeckend und ganzjährig in Herne mit Bleischrot auf die Tiere geschossen.
In einer der Städte mit sehr hoher Bevölkerungsdichte gefährdet das die vielen Menschen, die den Naherholungsraum intensiv nutzen. In den unübersichtlichen Grünanlagen spielen Kinder, laufen Menschen zur Arbeit oder gehen Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Hund spazieren.

In der Abwägung, was in Herner Grünanlagen problematisch ist, stehen die Gänse und Jäger auf zwei entgegen gesetzten Seiten: Auf der einen sind die großen Vögel und ihre Hinterlassenschaften, die zu 99 Prozent aus  Gras bestehen und unter Hygiene-Aspekten unbedenklich sind (s. das „Gänsegutachten“ der Biologischen Station).
Auf der anderen Seite stehen die Jäger*innen mit ihren Hinterlassenschaften aus Blei, das nicht nur beim Schuss die vielen arglosen Bürgerinnen und Bürger gefährdet, sondern einen dauerhaften Gifteintrag für Biosphäre und Menschen bedeutet.

Die „To-Do“-Liste

Gänse und öffentliche Grünanlagen: Was wichtig ist.

Viele Herner Bürgerinnen und Bürger freuen sich über Enten, Wasserhühner und Gänse in Parks und Grünanlagen. Über Müll und Dreck ärgern sich auch viele Parkbesucherinnen und -besucher. Oft werden dann irriger Weise die Tiere als Ursache ausgemacht und es werden „Lösungen“ gefordert, obwohl die Probleme menschgemacht sind..

Ob es „zuviele“ Tiere gibt, ist fraglich: Niemand käme heute noch auf die Idee, einen Schwarm Möwen an der Küste als störend zu empfinden – auch dann nicht, wenn der Schwarm Dreck hinterlässt. So ist die Anwesenheit von Wasservögeln nicht problematisch, sondern gegebenenfalls der gelegentliche Umstand, dass sie auch Kot hinterlassen.

Als erste Maßnahme, wenn Gänse oder Wasservögel als störend empfunden werden, ist das Reinigen der öffentlichen Anlagen zu nennen. – Das hat Stadtgrün allerdings abgelehnt. Auch die anderen, von der Stadt beschlossenen Maßnahmen für ein Gänse-Management sind nicht ausreichend, um die Zahl der Gänse zu reduzieren. Die Tiere schießen zu lassen, wird von einer großen Mehrheit der Hernerinnen und Herner abgelehnt und führt mittelfristig sogar zum Anstieg des Bestands.

Hier ist die Liste der notwendigen Schritte für ein Gänse-Management und für die Verbesserung von Wasser- und Erlebnisqualität Herner Grünanlagen:

– Austausch von Eiern führt mittelfristig zu einem kleinen Bestand
– Langgraswiesen und Sichtbarrieren machen ein Gelände für Gänse unattraktiver
– Uferbepflanzung im Wasser und am Land
– Fütterung der Tiere durch Überzeugen der Besucherinnen und Besucher vermeiden
– Reinigen von Wegen, Wiesen und Gewässern

Wenn nur ein paar Uferpflanzen gesetzt werden, wird sich die Situation in Herner Grünanlagen rund um die Gewässer nicht verbessern. Die Bürgerinitiative Wasservögel unterstützt die Stadt gerne, wird aber nicht alle Aufgaben übernehmen können.

Aktuell

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Zu einer „entbrannten“ Diskussion ist kürzlich die Gänse-Thematik von der Herner WAZ erklärt worden. Nur fehlen in der dort veröffentlichten Diskussion (Stand 1.5.2022) seit Wochen beinahe alle Argumente. Selbst Pressemeldungen über eine Verletzung der Informationsfreiheit durch die Stadtverwaltung landen bei der Herner WAZ offenbar im Mülleimer.
Warum?
Wir haben dem Redaktionsleiter einen Offenen Brief geschrieben, ihn auf die Verzerrung der Berichterstattung  hingewiesen und ihn erinnert, dass Informationsfreiheit die Grundlage für Pressefreiheit ist. Zu unserer Pressemitteilung…

Landtagswahl NRW
Zeit, etwas zu ändern. Was das schwarz-gelbe Landesjagdrecht bedeutet.

++ aktuell ++
In Herne gibt es einen erneuten Versuch der CDU und der Jäger, die Jagd innerstädtisch, zwischen spielenden Kindern und arglosen Spaziergängern fortzusetzen.
Dabei sind die Klagen einer CDU-Frau im Umweltausschuss unbegründet – über den bizarren Versuch einer Inszenierung lesen Sie hier in unserer Pressemitteilung vom 15.03.2022.

Forderung nach jagdrechtlicher Befriedung von Herner Naherholungsbereichen

In den öffentlichen Herner Parks und Grünanlagen darf während der Jagdzeiten von Jägern ohne Ankündigung scharf geschossen werden, weil in Herne anders als in anderen Städten, die grünen Innenstadtbereiche nicht jagdrechtlich befriedet sind.Herne hat eine der höchsten Bevölkerungsdichten in NRW und die öffentlichen Grünanlagen sind ebenso stark genutzt. Es liegen der obersten Jagdbehörde in Düsseldorf keine Statistiken zur Risikobewertung in Herne vor.
Einer Stellungnahme  der Stadt vom 29.1.2020 zur Frage der Risikoeinschätzung ist zu  entnehmen, dass auch in Herne eine Gefahr für Bürgerinnen und Bürger offenbar amtlicherseits nicht eingeschätzt worden ist.

Die Jagd ist kein Grundrecht, auch, wenn es ein Jagdrecht gibt, das die Details der Jagdausübung regelt.
Eine sehr kleine Gruppe von Jagdpächtern und Gelegenheitsjägern gefährdet bei der Jagdausübung in Parks und Stadtgärten aufgrund der Herner Verwaltungspraxis Leben und Gesundheit der anderen 99,999 Prozent der Bevölkerung.
Das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, das in Artikel 2 des Grundgesetzes gefasst ist. ist fraglos höher einzustufen, als ein Jagdpachtvertrag, der ohne eine Einschätzung für die Gefährdung der Bevölkerung zustande gekommen ist.

Wir haben wegen der Frage der Sittenwidrigkeit des Herner Jagdpachtvertrags und wegen der Gefährdungs-Situation, die für Bürgerinnen und Bürger in den Herner Grünanlagen durch die Jagd entsteht, den Oberbürgermeister, Frank Dudda, auf die unhaltbare Situation aufmerksam gemacht.
Nach „einer internen Besprechung“ wolle die Verwaltung nichts ändern, so verlautete es auf unsere Anfrage aus dem Stab des OB.


über uns

Wir…

… sind die Bürgerinitiative Wasservögel Herne, die sich im September 2019 gegen die Jagdpläne der Stadt gegründet hat. Wir haben der Stadt Herne einen Maßnahmenkatalog zum Gänse-Management vorgelegt, Clean-Ups in den Parks organisiert und setzen uns der Stadt gegenüber für eine bessere Reinigung und die jagdrechtliche Befriedung der Herner Grünanlagen ein.

Sie finden uns online nur hier auf dieser Webseite. 

 

Herne

In Herne

Im Juli 2022 hat die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet (Herne) dem Fachbereich Stadtgrün ein aktuelles Gänsegutachten vorgelegt, das ein Stagnieren der Gänsezahlen in Herne ausweist. Bei einem Ortstermin im Schlosspark Strünkede informierten Jürgen Heuser, Leiter der Biologischen Station, und Hans-Jürgen Kuhl, Leiter von Stadtgrün, im August über einzelne Aspekte dieses Gutachtens – auch darüber, dass die Kanadagänse keine anderen Arten verdrängen und unter Hygieneaspekten unbedenklich sind. Bei dem Treffen, das von der SPD-Fraktion organisiert worden war, diskutierten Andreas Hentschel-Leroy, umweltpolitischer Sprecher der SPD und Roberto Gentilini, SPD-Mitglied im Umweltausschuss auch mit der BI Wasservögel über mögliche Management-Ideen. Roberto Gentilini setzte dabei ein klares Statement: „Maßnahmen zur Begrenzung der Gänsezahl sind sinnvoll, aber ein Abschuss kommt für mich nicht in Frage!“ Auch Hans-Jürgen Kuhl bestätigte, die Situation in Herne sei unproblematisch, von Jagd spreche in Herne niemand.
Die BI Wasservögel hat bei diesem Termin auf Management-Maßnahmen hingewiesen, die auch mit geringen Aufwand umzusetzen sind, etwa den Wechsel der Grasarten um die Teiche und die Bepflanzung der Ufer mit Gebüschen.

…wird flächendeckend mit Bleischrot geschossen, auch in den „jagdrechtlich befriedeten Bezirken“ – und das dauerhaft. So wird in Herne selbst dort das Jagdrecht außer Kraft gesetzt, wo es für Ruhe und Sicherheit der Bürger sorgen soll. Dabei hinterlassen die Jäger kiloweise giftiges Blei in der Umwelt.


In Herne werden Industrieanlagen gegen Jagdunfälle und Querschläger geschützt.
In den öffentlichen Park- und Grünanlagen hingegen dürfen Jäger weiterhin schießen. – Die Stadtverwaltung nimmt zwar keine Risikoeinschätzung vor, hält aber daran fest, dass zwischen spielenden Kindern und vorbeifahrenden Autos geschossen werden darf.

Frank Dudda, SPD, antwortete bei einer öffentlichen Veranstaltung am 8. September 2020 auf die Frage, ob der Jagdpachtvertrag nicht sittenwidrig sei, weil Leben und Gesundheit der Bürger*innen im Sinne einer jagdrechtlichen Befriedung dort nicht berücksichtigt sei und ob er, Frank Dudda, etwas unternehmen wolle: „Eine schwierige Frage.
Zu den Risiken für die Bürger*innen durch die Jagd im öffentlichen Naherholungsbereich fragten Michael Muscheid (WAZ) und Stefan Erdmann (Radio Herne) in diesem Gespräch nichts.

Die Herner Grünen und die Herner FDP positionieren sich hingegen deutlich für die Notwendigkeit einer jagdrechtlichen Befriedung der öffentlichen Grünanlagen.