Unser Ziel

Die Bürgerinitiative Wasservögel hat das Leitbild, dass Menschen und Tiere selbstverständlich nebeneinander Platz in den öffentlichen Grünanlagen haben.
So setzen wir uns nicht nur für den Erhalt der Artenvielfalt  und einen ökologischen Umgang mit der Umwelt vor unserer Haustür ein:
Nach uns vorliegenden Informationen darf in den Herner Parks während der Jagdzeiten ohne Vorankündigung auf Enten, Krähen, Elstern, Gänse und Teichhühner geschossen werden.
In einer der Städte mit sehr hoher Bevölkerungsdichte gefährdet das die vielen Menschen, die den Naherholungsraum intensiv nutzen. In den unübersichtlichen Grünanlagen spielen Kinder, laufen Menschen zur Arbeit oder gehen Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Hund spazieren.

Wir machen auf die Gefahren dieser eigenartigen Herner „Entfriedung“ des Naherholungsraums aufmerksam und fordern unseren Oberbürgermeister, Herrn Dr. Dudda, und den Rat der Stadt auf, dieses unsinnige Risiko für die Herner Bürgerinnen und Bürger zu beseitigen! Mehr…

Wir engagieren uns auch sonst für die vielen Menschen, für Familien mit Kindern und für Senioren, die Grünanlagen gerne mit Tieren erleben wollen – Menschen, die manches Tier kennen und sich freuen, diese Tiere wiederzusehen!

Die „To-Do“-Liste

Gänse und öffentliche Grünanlagen: Was wichtig ist.

Viele Herner Bürgerinnen und Bürger freuen sich über Enten, Wasserhühner und Gänse in Parks und Grünanlagen. Über Müll und Dreck ärgern sich auch viele Parkbesucherinnen und -besucher. Oft werden dann irriger Weise die Tiere als Ursache ausgemacht und es werden „Lösungen“ gefordert, obwohl die Probleme menschgemacht sind..

Ob es „zuviele“ Tiere gibt, ist fraglich: Niemand käme heute noch auf die Idee, einen Schwarm Möwen an der Küste als störend zu empfinden – auch dann nicht, wenn der Schwarm Dreck hinterlässt. So ist die Anwesenheit von Wasservögeln nicht problematisch, sondern gegebenenfalls der gelegentliche Umstand, dass sie auch Kot hinterlassen.

Als erste Maßnahme, wenn Gänse oder Wasservögel als störend empfunden werden, ist das Reinigen der öffentlichen Anlagen zu nennen. – Das hat Stadtgrün allerdings abgelehnt. Auch die anderen, von der Stadt beschlossenen Maßnahmen für ein Gänse-Management sind nicht ausreichend, um die Zahl der Gänse zu reduzieren. Die Tiere schießen zu lassen, wird von einer großen Mehrheit der Hernerinnen und Herner abgelehnt und führt mittelfristig sogar zum Anstieg des Bestands.

Hier ist die Liste der notwendigen Schritte für ein Gänse-Management und für die Verbesserung von Wasser- und Erlebnisqualität Herner Grünanlagen:

– Austausch von Eiern führt mittelfristig zu einem kleinen Bestand
– Langgraswiesen und Sichtbarrieren machen ein Gelände für Gänse unattraktiver
– Uferbepflanzung im Wasser und am Land
– Fütterung der Tiere durch Überzeugen der Besucherinnen und Besucher vermeiden
– Reinigen von Wegen, Wiesen und Gewässern

Wenn nur ein paar Uferpflanzen gesetzt werden, wird sich die Situation in Herner Grünanlagen rund um die Gewässer nicht verbessern. Die Bürgerinitiative Wasservögel unterstützt die Stadt gerne, wird aber nicht alle Aufgaben übernehmen können.

Aktuell

Forderung nach jagdrechtlicher Befriedung von Herner Naherholungsbereichen – Wir fragen die Herner Politik


In den öffentlichen Herner Parks und Grünanlagen darf während der Jagdzeiten von Jägern ohne Ankündigung scharf geschossen werden, weil in Herne anders als in anderen Städten, die grünen Innenstadtbereiche nicht jagdrechtlich befriedet sind.

Herne hat eine der höchsten Bevölkerungsdichten in NRW und die öffentlichen Grünanlagen sind ebenso stark genutzt. Es liegen der obersten Jagdbehörde keine Statistiken zur Risikobewertung in Herne vor.
Einer Stellungnahme  der Stadt vom 29.1.2020 zur Frage der Risikoeinschätzung ist zu  entnehmen, dass auch in Herne eine Gefahr für Bürgerinnen und Bürger offenbar amtlicherseits nicht eingeschätzt worden ist.

Ist der Jagdpachtvertrag und das Jagdrecht in Herne wichtiger als das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, das in Artikel 2 des Grundgesetzes gefasst ist?

Wir haben wegen der Forderung nach jagdrechtlicher Befriedung
– den Oberbürgermeister, Herrn Dr. Dudda,
– viele Ratsmitglieder und
– die Herner Parteien gefragt.


Sie finden hier, wer geantwortet hat.

über uns

Wir…

… sind die Bürgerinitiative Wasservögel Herne, die sich im September 2019 gegen die Jagdpläne der Stadt gegründet hat. Wir haben der Stadt Herne einen Maßnahmenkatalog zum Gänse-Management vorgelegt, Clean-Ups in den Parks organisiert und setzen uns der Stadt gegenüber für eine bessere Reinigung und die jagdrechtliche Befriedung der Herner Grünanlagen ein.

Sie finden uns online nur hier auf dieser Webseite. 

 

Herne

Ob Gesundheit,
Klima-, Umwelt- oder Naturschutz –

Wir engagieren uns für eine Stadt Herne,
die Leben versteht.

Herner Politik

Nach dem Appell zur Befriedung der Herner Grünanlagen Ende Januar 2020 haben wir nun im August bei dem Oberbürgermeister, Dr. Frank Dudda, und bei den Herner Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitikern wegen des Risikos für Bürgerinnen und Bürger und der Notwendigkeit einer jagdrechtlichen Befriedung der öffentlichen Grünanlagen nachgefragt.

Pascal Krüger, Oberbürgermeister-Kandidat der GRÜNEN in Herne:

„Politisch unterstütze ich die Forderung nach jagdrechtlicher Befriedung der öffentlichen Grünanlagen.
Wir GRÜNE positionieren uns für einen ethischen Umgang mit Tieren und lehnen einen Waffengebrauch ab.“



Thomas Bloch, Oberbürgermeister-Kandidat der Herner FDP:

“Der Abschuss von Vögeln ist keine Option – auch, weil ich nicht möchte, dass auf öffentlichen Grünflächen geschossen wird. Eine jagdrechtlichen Befriedung der Parks und Grünanlagen ist vor diesem Hintergrund sinnvoll.
Das Gesamtproblem kann nur zusammen mit der Stadt in Kooperation mit z.B. ehrenamtlichen Helfern, Vereinen oder Schulklassen gelöst werden.“




Der amtierende OB und Spitzenkandidat der Herner SPD, Dr. Frank Dudda, sagte bei einer öffentlichen Veranstaltung am 8. September auf die Frage, ob der Jagdpachtvertrag nicht sittenwidrig sei, weil Leben und Gesundheit der Bürger*innen im Sinne einer jagdrechtlichen Befriedung dort nicht berücksichtigt sei und ob er, Frank Dudda, etwas unternehmen wolle: „Eine schwierige Frage.
Zu den Risiken für die Bürger*innen durch die Jagd im öffentlichen Naherholungsbereich oder zur Befriedung der öffentlichen Grünanlagen sagte Dr. Frank Dudda nichts.



Die Politikerinnen und Politiker der Herner CDU und von „Die Linke“ haben auf unsere Anfrage nicht reagiert. (Stand: 09.09.2020)



Kinder und Herner Schulen

Wir werden Herner Schulen bitten, einen Malwettbewerb zu veranstalten. Unsere Idee ist, den Kindern die Wasservögel und Grünanlagen in ihrer Nähe zu zeigen, Interesse zu wecken und sich mit dem Problem der Fütterung auseinanderzusetzen. Die schönsten Kinderzeichnungen, die erklären, dass ein Füttern der Tiere schädlich ist, sollen auf Flyer oder Schilder gedruckt werden. So wird ohne Sprache erklärt, was schon Kinder verstehen.

Bürgerinitiative Stadtwald Herne-Wanne

Klimaschutz beginnt vor der Haustür!
Eine der letzten großen „Brachflächen“ in Wanne Süd soll nach etwa 25 Jahren der Verwilderung einem weiteren Gewerbegebiet weichen. Die Bürgerinitiative Stadtwald Herne-Wanne fordert: Keine Bebauung und Versiegelung der Wald und Brachfläche General Blumenthal in Herne-Wanne.  Erfahren Sie mehr auf auf unserer Homepage.

Bürgerinitiative Dicke Luft Herne

Die Bürgerinitiative Dicke Luft Herne ist eine Gruppe von Herner Bürgern, denen es nicht gleichgültig ist, dass ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt wird!
Herne hat die höchsten Krebserkrankungen in ganz NRW. Lesen Sie mehr bei uns.

Ehrenamtsbüro

In Kooperation mit dem Ehrenamtsbüro der Stadt Herne können Interessierte an unseren Aktionen rund um Gewässer und Grünanlagen teilnehmen. Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit hat, die Tierschutz und Grünanlagen betrifft, kann sich auch dort melden –  unsere Bürgerinitiative freut sich auf Unterstützung!