Presse

31.01.2021 Stellungnahme der Bürgerinitiative Wasservögel zur Anfrage der CDU-Fraktion der BV Eickel an die Stadtverwaltung anlässlich der BV-Sitzung vom 4.2.

Meilenweit vorbei

Die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Eickel sorgt sich um die Singvögel.
Hintergrund sind die angeblichen Sichtungen von „Krähen-Schwärmen“, welche den Singvogelbestand gefährdeten.
Yascha Hoppe (CDU), der eine entsprechende Anfrage an die Stadt formuliert hat, vergisst dabei leider, dass er selbst die Ausgangsfrage erst stellt und diese nicht im geringsten beantwortet ist: Wie viele Krähen sind tatsächlich und wie oft vor Ort. Gibt es überhaupt von Krähen verursachte Schäden in Gärten oder im öffentlichem Grün? Vor der Klärung, ob überhaupt ein Problem besteht, ist es wenig sinnvoll, über „Eindämmen“ zu sprechen.
Wer sich aber um Singvögel sorgt, der muss vor allem andere Fragen stellen: Wie viele Freigänger-Katzen, von denen jede einzelne nach vorsichtigen Einschätzungen jeden zweiten Tag einen Singvogel erlegt, gibt es im Stadtbezirk? Wie viele Singvögel sterben an Insektiziden, die Hobbygärtner im Baumarkt kaufen? Wie viele Vögel verenden vor Autos und, weil sie bei den im Trend liegenden Steinvorgärten noch weniger Lebensraum finden? Wie viele Jungvögel werden wegen des Insektensterbens nicht groß?

All diese Fragen fehlen in der Anfrage der Eickler CDU. Warum? Nach der Stadt und nach Abschuss der Krähen zu rufen, ist so einfach. Da fällt nicht auf, dass dieser „Schuss“ der CDU-Fraktion am Problem meilenweit vorbei geht.

Pressemitteilung zur Qualität der Herner Gewässer
(27.6.2020)

Die erste kleine Hitzewelle des Sommers ist durch. Noch vor der Hitzewelle wurde die Wasserqualität am Ostbachteich als „verbessert“ gelobt (WAZ Herne vom 17.6.2020). Was aber den normalen Temperaturen im Juni zu verdanken war, weniger den städtischen Maßnahmen zur Uferbepflanzung. Es ist sinnvoll, dass sich die Stadt im letzten Jahr entschieden hat, im Dorneburger Park und am vorderen Teich des Ostbachtals die Ufer zu bepflanzen. Nur wird ein Beschattungseffekt noch nicht erreicht, auch werden die kleinen Pflänzchen am Ufer nicht wesentlich dazu beitragen, dem Wasser Nährstoffe zu entziehen.

Fazit: Das Kippen der Teiche und Gräften ist in den letzten Jahren hauptsächlich durch die Hitzerekorde verursacht worden. Entsprechend werden die Gewässer auch wieder kippen, wenn Hitzewellen länger andauern.

Wenn allerdings die Stadt sich weiterhin über das Füttern der Tiere beklagt, sei angemerkt: Die Bürgerinitiative Wasservögel hat der Stadt im letzten Jahr angeboten, mit dem Verteilen von Flyern in den Parks und Grünanlagen die Menschen, die Brot u.a. verteilen, freundlich davon zu überzeugen, dass „Füttern“ unsinnig und schädlich ist.
Auch wurde der Stadt angeboten, beim Abfischen von Laub u.a. zu helfen, um die Gewässer vor Verschlammung zu schützen. 

Der Fachbereich Stadtgrün hat nicht auf die Angebote der BI Wasservögel reagiert.

Pressemitteilung zum Befriedungs-Appell an Parteien, den Rat der Stadt und den Oberbürgermeister (vom 2.2.2020)

Die Liste der Jagdunfälle in Deutschland ist lang. Immer wieder werden Treiber und Kollegen der eigenen Jagdgesellschaft von Jägern getroffen. Die Opfer sind regelmäßig Menschen, die sich unmittelbar in der Nähe der Jagd aufhalten. (https://www.peta.de/jagdunfaelle ) In den öffentlichen Herner Grünanlagen sind Bürgerinnen und Bürger genau das: in der Nähe von Jägern, die scharf schießen. Auch, wenn die Jagdpächter in Herne gerade nicht auf Gänse schießen, jagen sie trotzdem andere Tierarten mit Schusswaffen. Ein skandalöser Zustand in Herne, wo dauernd viele Menschen in den unübersichtlichen Parks unterwegs sind!

Wir haben im Februar 2020 in offenen Briefen an den Herner OB, Dr. Frank Dudda, und die Ratsmitglieder einen Appell gestartet, die Sache an sich zu ziehen und die Befriedung als Ratsangelegenheit  zu entscheiden.

Eine Reaktion ist ausgeblieben. Offenbar ist der Herner Politik egal, dass Herner Bürger im städtischen Naherholungsraum durch Jagen gefährdet sind.


Stellungnahme der BI Wasservögel zur Weigerung der Stadt Herne, ihre Parks zu säubern (vom 6.12.2019)

Die am 5.12.2019 veröffentlichte Entscheidung der Stadt Herne, Kanada- und Nilgänse in Herner Grünanlagen nicht bejagen zu lassen, ist nach Einschätzung der Bürgerinitiative Wasservögel ein richtiger Schritt. … zur ganzen Pressemitteilung


5.12.2019
Dezernent Karlheinz Friedrichs, Amtsleiter Heinz-Jürgen Kuhl und der stellvertretende Amtsleiter Thilo Sengupta geben Maßnahmen zum Gänse-Management bekannt. Siehe auch: Printausgabe der WAZ vom 6.12.


10.10.2019
Die Pressemeldungen der Stadt Herne zum Thema „Gänse“ sind oft und zeitgleich mehrfach unzutreffend. Die Anzahl der Gänse ist der Stadt seit drei Jahren unbekannt, trotzdem behauptet das Presseamt, „die Zahl der Kanadagänse steigt“.
Begriffe wie „invasiv“, „Überpopulation“ oder vermeintlich anzuwendende EU-Verordnungen werden wahllos und gegenstandslos in die öffentliche Diskussion gebracht.

Wahllos? – Oder macht Donald Trumps Umgang mit seinen „alternative facts“ in Herne Schule?
Informieren Sie sich.

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